Montag, 4. November 2013

[Rezension] William von Saargnagel und der purpurne Traum

Taschenbuch: 420 Seiten
Verlag: Wölfchen Verlag; Auflage: 1 (2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943406253
Bestellbar unter anderem bei: Wölfchen Verlag und Amazon

 

 





dieses Buch bekam ich zur Aktion "Die Indies kommen" von Blogg dein Buch.

Was genau ein Indie ist kann ich euch auch ganz einfach erklären.
Ein Indie Autor ist ein Autor der sich aus verschiedenen Gründen für das Selfpublishing entschieden hat.
Er arbeitet mit keinem Verlag zusammen sondern sorgt für Vertrieb und Werbung selbst.

Inhalt

William wusste schon immer, dass er anders war als die anderen Kinder seines Alters. Wie anders, erfährt er, als sich ihm die kleine Drachendame Nildani offenbart, die viele Jahre in einem Kettenanhänger um seinen Hals schlief. Sie führt ihn in eine Welt voller Magie und hochmoderner Technologie. Als William von ihr erfährt, dass er ein Druide ist und auf eine magische Schule gehen muss, beginnt für die beiden ein Abenteuer, von dem William nie zu träumen gewagt hätte. Zusammen mit Nildani findet er endlich seine Familie, bestreitet sein zusätzliches Dasein als Werwolf und schafft es, sich als zukünftiger Graf von Saargnagel zu etablieren. Doch auch das Dunkle aus Williams Vergangenheit greift um sich. Wieso ist sein Vater tot? Wo und warum versteckt sich seine Mutter vor ihm? Wer spielt auf der Schule ständig Streiche, für die William die Schuld bekommt? Und was ist eigentlich der purpurne Traum, auf den er immer wieder stößt? Zum Glück findet er in der neuen Schule schnell Freunde, die ihm hilfreich zur Seite stehen. Wird William seine vielen kleinen und großen Abenteuer bestehen? Welche Gefahren und unbekannte Wesen erwarten ihn?
- Buchrücken

Meinung (unwichtige Spoiler enthalten)

Meine erste Erfahrung mit einem Indiebuch ist leider keine so tolle.
Ich weiß um die Leistung der Autoren, in diesem Fall auch der Eröffnung eines eigenen Verlages aber ungeachtet dessen habe ich einiges mehr erwartet.

Die Parallelen zu einem bekannten Zauberlehrling und dessen Lebensweges lassen sich nicht verleugnen, auch wenn ich mal gelesen habe dass der Autor diesen Vergleich nicht mag (mir liegen keine Aussagen dazu vor), muss ich es doch vor heben, denn das hat mir unter anderem echt den Lesespaß genommen.
Spätestens nach der dritten Szene war ich nur noch genervt wenn wieder eine Parallele vorkam.

Das zweite was mich wirklich sehr gestört hat sind die offensichtlichen Bearbeitung - und Grammatikfehler.
Ich bin nicht perfekt aber wenn ich drei Sätze lese, von denen 1 keinen Sinn ergibt weil die Grammatik nicht passt und 2 so bearbeitet wurden dass der vorherige Satz noch halb zu lesen ist, macht das keinen Spaß.
Da war der Buchstabendreher am Anfang noch lustig bei dem aus dem von Saargnagel ein von Saargangel wurde ;)

Die Abenteuer die William erlebt ziehen sich wie ein Faden durch das Buch, sie sind aneinandergereiht und verleihen kaum bis keine Spannung.
Es geht alles einfach viel zu leicht.
Ein Waisenjunge der übles erlebt hat wird zum Grafen quasi über Nacht und es macht ihn keineswegs stutzig, all die Neuerungen die auf ihn zukommen nimmt er einfach hin.
Jede Szene die Verzweiflung oder Spannung erahnen lässt wird zu Nichte gemacht indem einfach alles zutrifft bzw. das Gegenteil passiert.
William vermisst jemanden sehr? Schwups taucht er auf, William greift das Wolfsrudel an und alle Sorgen sich dass es nun einen großen Zwiespalt geben wird, aber nein es wird ihm verziehen.

Er hat keine wirklichen Feinde, bekommt kaum Konsequenzen, bis auf eine, weil es sich niemand mit dem Grafen verscherzen will.

Für mich war es kein Buch dass mich sonderlich gut Unterhalten konnte und auch die wenigen für mich interessanten Szenen konnten das Gesamtbild nicht erhellen.

Ich glaube dass das Buch den All Age Stellenwert nicht verdient hat.
Für die ältere Generation wie mich fehlt zu viel Spannung, mehr Pausen, weniger Erklärungen (ich muss nicht lesen dass er am Tag zweimal duschen geht, dafür jedes mal ein Handtuch aus dem Schrank nimmt und zum Duschraum geht).
Es gibt kurz gesagt zu viel nicht genutztes Potenzial.
Allerdings ist die doch erotische Szene NUR für ältere gedacht

Haltet mich für sensibel, aber ich möchte meinem Kind mit 12 nicht erklären müssen wieso der männliche Wolf panisch wegrennt nur weil der weibliche Wolf ihn am Bauch und tiefer putzt.
Auch wenn sie in diesem Alter für gewöhnlich schon aufgeklärt sind finde ich das einfach too much.

Zehnjährige die eventuell auch den berühmten Zauberlehrling nicht kennen werden mit dem Buch warm werden können, denn es ist bis auf besagte Szene verständlich und "Kindgerecht" beschrieben.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die angehangenen Leseproben sind interessant für die jüngere Altersgruppe.

Trotz allem gebe ich der Fortsetzung eine Chance, denn man wächst mit der Geschichte.


William bekommt von mir




Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Wölfchen Verlag für die Bereitstellung des Buches.


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