Montag, 3. März 2014

Story - Pics Woche 9 - Die Leiden unserer Literatur 2

Hallo meine Lieben und Willkommen in Woche 9 des Story - Pics.



Letzte Woche habe ich euch in meinem Beitrag "Die Leiden unserer Literatur" schon ein für mich bedeutendes Denkmal gezeigt.

Heute folgt der zweite Teil, denn dieses Denkmal gehört dazu. Es handelt sich eher um Mahnmale die an die Bücherverbrennung von 1933 erinnern sollen.

Kurz nach der Machtübernahme von Hitler wurden auf dem Bebelplatz, damals 1993 "Kaiser-Franz-Joseph-Platz" an die 25000 Bücher verbrannt. Großteils Literatur jüdischer Schriftsteller oder auch vieler anderer "unsittlicher" darunter auch die Erich Kästners. Die Gedanken sind frei!

Wir wissen dass damals vieles sinn frei war doch als hätte Heine geahnt was noch schlimmeres passiert. Sein Zitat ist mehr als passend gewählt.
Auch die Bezeichnung "beklemmende Erinnerung" hätte für den Auftakt dieses Artikels von Berlin.de nicht besser gewählt werden können.

 
Hier sieht man einen Teil der leeren Bücherregale die unterirdisch liegen, ebenfalls als Erinnerung, sie fassen ca. 20000 Bücher!
 
Mein Story - Pic Wort für diese Woche entstand gerade spontan aber irgendwie finde ich passt es gut. Zur Stimmung und zur Geschichte.
 
Ein anderes, sehr bedeutendes Denkmal, ebenfalls in Berlin zu finden ist dieses hier.

 
Meine Tochter spielte dort verstecken denn sie kann es ja nicht wissen und auch wenn sie da gerade so unbekümmert mir entgegen läuft, geht doch eine recht düstere Stimmung von den Steinen aus.
 
Das ist das Denkmal dass ich auch letzte Woche kurz angeschnitten hatte ich dachte vielleicht sehe ich das zu eng, aber nach dem Kommentar von Romy glaube ich, ich habe recht.
 
DAS ist kein Platz wo man sich sonnen sollte. Und es gab zig Studenten und Besucher die das taten. Jeder von ihnen allerdings in einem Alter wo man um die Bedeutung dieses Denkmals wissen sollte.
Ehrlich gesagt ich habe es auch erst nicht gemerkt, erst als wir mittendrin waren (ich mit meinem Eis) dass mir aber sogar nachträglich nicht mehr schmeckt. Wenn ihr wisst was ich meine!
Vielleicht ging es vielen wie mir das mag sein aber irgendwann sollte man sich doch fragen, wo bin ich da eigentlich?

Ich wünsche euch eine schöne Woche, streichelt eure Bücher und dankt den unzähligen Autoren die tagtäglich einen Kampf für euch bewältigen. Jeder auf seine Art!


Pro veröffentlichtem Artikel werden 5cent an die Adra-Stiftung gespendet und so kann ich hiermit gleich auch etwas gutes tun!


Kommentare:

  1. Hallo Sabrina,

    ich habe meine Bücher ohnehin sehr lieb. Nach deinem zweiten Beitrag zum Thema, danke übrigens dafür, habe ich sie nicht nur lieb, sondern ehre sie auch noch ein Stück mehr. Froh um die Selbstverständlichkeit sie haben und lesen zu dürfen.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Die leeren Bücherregale hast Du gut eingefangen. Wegen der Reflexionen ist es äußerst schwierig, dort gute Bilder zu machen. Mir ist es bisher leider noch nicht gelungen. Und außerdem standen wirklich immer Menschen an der Stelle im Bild.
    Was das Holocaust-Mahnmal betrifft, bin ich gang Deiner Meinung. Kein Ort zum Tollen, Singen, Sonnen, Essen oder Springen auf den Stelen. Hier versagen Eltern, Erzieher und es wird gegenüber den sich daneben benehmenden Mitmenschen plötzlich einen Toleranz geübt, die ich für fehl am Platze halte.

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  3. Hallo Sabrina,
    ziemlich düster die Stimmung bei Deinem Artikel.
    Ich gebe zu, dass die deutsche Geschichte, salopp gesagt, in einigen Phasen als "unterirdisch" zu bezeichnen ist.
    LG Timm

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  4. Ich fand dieses Holocaust-Mahnmal in Berlin auch erst bedrückend, hab aber dann gemerkt, dass ich das so empfand, weil man das so zu empfinden hat! Auch ich saß da in der Sonne, und hätte ich ein Eis in der Hand gehabt, hätte ich mich ernsthaft gefragt, warum mir das jetzt nicht schmecken soll. Davon hat doch niemand was, das macht die Toten nicht wieder lebendig. Ich habe mir meine Gedanken über die grausame Vergangenheit gemacht, und ich war froh und dankbar, dass die Sonne schien, dass ich lebe und sowas nicht erleben muss.
    Ich war auch schon mal auf dem beeindruckenden Feld von Verdun, wo im ersten Weltkrieg über 3oo.ooo Soldaten ums Leben gekommen und dort beerdigt sind. Mein Opa war als junger Mann dort und hat überlebt. Dafür war ich damals dankbar, sonst würde ich nämlich gar nicht existieren! Warum also nicht singen und sich freuen?
    Ein Mahnmal, das sagt schon der Name, soll mahnen, ein Denkmal sagt, man soll an etwas denken, sich erinnern, es nicht vergessen...das ist für mich der Sinn. Und das geht auch mit Eis oder beim Sonnen...
    Lg Sabine

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    1. Naja weißt du es gibt solche und solche.
      Ich finde es unangebracht würde so was ja auch nicht auf einem Friedhof tun. Und ich glaube dass es einfach zu viele Menschen gibt die dass aus Desinteresse oder Respektlosigkeit an der damaligen Zeit tun. Deine Einstellung ist ok, steh dazu wieso auch nicht. Ich finde dass sich einfach die Generationen der jetzt ca. 20 Jährigen nicht mehr dafür interessiert auf was sie da rum sitzen und das finde ich eben sehr schade!

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  5. Eine tolle Ergänzung zum 1. Beitrag.

    Ich greife mir mal Sabine´s Ausführungen raus: ..."Ein Mahnmal, das sagt schon der Name, soll mahnen, ein Denkmal sagt, man soll an etwas denken, sich erinnern, es nicht vergessen...das ist für mich der Sinn. Und das geht auch mit Eis oder beim Sonnen..."

    und muss sagen, an der Erklärung ist natürlich auch was dran - letztlich bleibt es sicher Ansichtssache eines jeden selbst.

    LG Romy

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