Dienstag, 23. Dezember 2014

[Rezension] "Keine Angst, es ist nur Liebe"


Format: eBook, Taschenbuch
Seitenanzahl: 335 Seiten
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-945362-03-7
Bestellbar bei: Amazon


Warum muss ich, Anna Maria Elisabeth Rogner, nur immer so unglaublich oberangsthasenmäßig sein? Ich habe nämlich Angst vor so ziemlich allem – besonders vor der Liebe. Aber nun ist da Matts, der mein Leben ziemlich durcheinander wirbelt. Sieben erstaunliche Angstbewältigungsaufgaben hat er mir gestellt, mit denen ich mich auf die Suche nach mir selbst begebe – und letztendlich auch auf die Suche nach dem Mann, den ich liebe…
Quelle: Kurzbeschreibung Verlagsseite


Dieses Buch ist ein Mutmachbuch und entgegen der Aussage auf Amazon, es sei die perfekte Winterlektüre 2014, finde ich passt diese Geschichte sehr gut in den Frühling.

Wie die Blumen, Wiesen und Bäume zu dieser Jahreszeit blüht auch Anna nach einem schweren Erlebnis langsam auf. Sie findet den Weg zu sich und der Liebe, was für sie sehr schwer ist, denn Anna leidet unter Angstzuständen.

Ich kenne dieses Gefühl nicht.
Natürlich jeder Mensch hat Angst vor diversen Dingen, aber dieses Gefühl der unberechenbaren Enge im Brustkorb, das unerwartete beklemmende Gefühl und die Unwissenheit Wieso jetzt und vor allem warum, blieb mir bisher erspart.

Der Schreibstil der Autorin ist, ja wie beschreibe ich das. Flüssig wäre das falsche Wort.
Sie hat mich erheitert, zum Nachdenken und schwärmen gebracht.
Ich konnte mit Anna mitfühlen und verstehen das finde ich schon beeindruckend denn ich kann wirklich nur erahnen wie es einem Menschen gehen muss der ständigen Angstattacken ausgesetzt ist.

Was mir nicht gefiel waren die langatmigen Stellen. Anna "redete" in Gedanken ohne Punkt und Komma, ihre Gedankengänge sprangen oft zu schnell und ich muss zugeben, ich bin geduldig, aber nach der 3. Situation war ich etwas genervt.
Vielleicht muss das aber auch so sein? Vielleicht ist das genau das was in den Situationen bei ihnen im Kopf passiert. Analysieren und nicht nur wieso sondern auch eben sehr lang und in Wirbeln? Dennoch ist das leider etwas das mich als Leser etwas enttäuscht hat man hätte es schöner verpacken können wenn es so sein "muß".

Aber da hätte man das auch gut mit ihrer Lebensgeschichte erklären können, also etwas intensiver ihr Leben beleuchten. Wie ging es nach ihrer Trennung weiter, was passierte mit ihr, wie steht es mit ihrer Familie, wie war ihre Kindheit?

Die Charaktere sind liebevoll, die Oma finde ich sehr sympatisch und ich mag auch Matts. Doch er ist komplett untypisch, aber gerade das fand ich so süß.
Menschen passen nicht in eine Schublade nicht jeder Profisportler ist arrogant, unnahbar und von zig Frauen umgeben.

Als Anna auftaute nahm das Buch nochmal Fahrt auf, man konnte sich richtig in sie hinein versetzen aber das Ende kam zu schnell. Ich hätte mir noch etwas mehr gewünscht, ein kennen lernen, eine Entwicklung der Beziehung in einem Epilog zum Beispiel.


Ein Buch für kurze Winterabende oder den blühenden Frühling um neue Hoffnung zu schöpfen, zu merken dass das Leben nicht nur grau ist.

Leider nicht die volle Punktzahl dafür fehlte mir zuviel Tiefe.





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