Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Rezension] Du + Ich = Liebe

Design: Anke Koopmann von Designomicon. Alle Bildrechte liegen beim Verlag.

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Nika ist siebzehn, temperamentvoll und hat immer einen Plan – bis sie den querschnittgelähmten Ben trifft. Der findet nach seinem schweren Unfall gerade erst zurück in den Alltag und will eigentlich nur seine Ruhe haben.
Durch Zufall landet Nika mitten in Bens Leben – und mischt es kräftig auf.
Plötzlich ist alles anders: Aus einem ersten Kuss wird die große Liebe und der Traum von einer gemeinsamen Zukunft.
Doch dann stellt sich ihnen das Schicksal in den Weg ...
Quelle: Edel Elements


Du+Ich=Liebe wurde mir durch eine Leseprobe in einem Newsletter schmackhaft gemacht. Als ich die Beschreibung las, hatte ich Angst, dass es ein bisschen was von "Ein ganzes halbes Jahr" hätte. Aber dem ist absolut nicht so. Das wird auch schon auf den ersten Seiten klar, weswegen ich mich dann sehr darauf gefreut habe, das Buch zu lesen.
Das Cover macht auf den ersten Blick nicht viel her. Aber es zeigt das Wesentliche und das in einer schönen, ansprechenden Form. Ben und Nika, verliebt trotz aller „Widrigkeiten“. Und davon gibt es im Buch so einige.
Nika ist ein lebhaftes und sehr aufgeschlossenes Mädchen. Hin und wieder war sie mir etwas zu reif. Es gibt eine Stelle im Buch, die mir besonders gut gefallen hat und da war sie für mich ein typisches Teenagermädchen, das einen Freund hat, der eben besonders ist, aber nicht bemuttert werden muss.

"Du überfährst keine Legosteine, hast du das verstanden?" Ich nicke. "Und heb die Steine wieder auf!" "Yes, Ma´am." Ihre Mundwinkel zucken.

Um gleich vorweg zu nehmen: Es ist eine unheimlich witzige Szene und strahlt soviel Liebe aus. Mehr, als es eine eindeutige Aussage könnte.
Ansonsten ist sie recht locker im Umgang mit Ben und das bewundere ich sehr. ich gebe zu, ich könnte das wohl nicht. Ich würde mir immerzu Gedanken machen, ob er jetzt dies schafft oder das braucht.
Ähnlich wie Bens Mutter, die es allerdings mit ihrer Fürsorge übertreibt. Aber man darf sowas nicht verurteilen, ich denke, wer miterlebt, wie das eigene Kind fast gestorben wäre, darf das. Bens Vater hingegen wirkt stellenweise sehr distanziert. So, als ob er mit seinem behinderten Sohn nun nichts mehr anfangen kann. Ich verrate euch was: Der Schein trügt und ich finde es großartig!

Ben taut auf, als er Nika kennenlernt. Naja, zwangskennenlernt trifft es wohl eher. Aber ich finde es gut, wie er sich von ihr aus dem Schneckenhaus locken lässt. Leider haben es beide mit den Familien des anderen nicht leicht. Während Nikas Brüder Ben vergöttern und direkt aufnehmen, ist Nikas Mutter mehr als abweisend.
Alle Charaktere machen im Verlauf der Geschichte eine Sichtbare Veränderung durch. Voller Emotionen habe ich miterlebt, wie eine Welt von einem Tag auf den anderen entsteht, zusammenbricht und wieder aufgebaut wird. Eine Achterbahnfahrt ist ein Dreck dagegen!

Dank des Schreibstils der Autorin habe ich jede Emotion hautnah gespürt. So locker und leicht der Anfang auch war, am Ende war es die Tiefe, die mich völlig mitgerissen hat.


Ein witziger, tiefsinniger Jugendroman über die erste Liebe. Über Hindernisse und Brücken, die das Leben darüber baut.



Kommentare:

  1. Huhu Sabrina,

    das hört sich ja super an =). Steht schon auf meiner Wunschliste!

    LG
    Anja

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    1. Danke Anja! Es liest sich wirklich leicht und leider viel zu schnell durch. Ich bin gespannt, wie es dir gefällt.

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  2. Hallo Sabrina

    Ich habe das Buch auch gelesen. Nach deiner Rezi habe ich jetzt Gänsehaut. Du hast so wunderschön geschrieben. Ich hatte Ben und Nika vor Augen und deine schönen Worte dazu.

    Gerne verlinke ich deine Rezi bei meiner.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Vielen lieben Dank! Dabei habe ich das Gefühl, noch lange nicht alles gesagt zu haben, was es zu sagen gibt.

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