Dienstag, 13. März 2018

[Rezension] Der Weihnachtosaurus


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Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen.
Quelle: Randomhouse Bloggerportal


Ich weiß, dass ich mit einem Weihnachtsbuch spät dran bin. Es tut mir wirklich sehr leid. Aber ich kann euch sagen, es lohnt sich trotzdem!
Meine Kinder haben das Buch gelesen und waren zwiegespalten. Und mit der folgenden Aussage habe ich mir schon ein paar "Feinde" gemacht: Das Buch ist nicht für jedes Kind gleich geeignet unabhängig des Alters. Manche Mütter empfehlen es schon für 3jährige, andere finden 8 Jahre angemessen. ich habe keine klare Altersempfehlung. Es kommt ganz darauf an, wie sensibel das Kind ist. Für manche klingt das vielleicht etwas übertrieben und sie hören hier auf zu lesen, aber ich kann diese Rezension nicht schreiben, ohne es wenigstens zu erwähnen. Lasst uns von vorne anfangen:

Das Cover finde ich unheimlich süß. Mit seinen Farben, dem intensiven Blau und der Goldschrift sticht es auch aus der Masse heraus. Der Titel begeisterte mich: Ein Buch über ein gefährliches Tier in Kombination mit der besinnlichen Weihnachtszeit. Ich erhoffte mir ein wundervolles Beispiel dafür, wie Gegensätze am Ende doch harmonieren und für eine Menge Action und Spaß sorgen.
Dahingehend wurde ich nicht enttäuscht.

Die Charaktere werden im Buch vorne mit einem Portrait beschrieben und man macht sich sofort ein Bild von ihnen, stellt sich vor, welche Rolle sie spielen. Und bei einem von ihnen lauert noch eine große Überraschung. Insgesamt sind alle sehr authentisch gehalten. Die Gefühle die sie durchleben, Erfahrungen die sie machen, werden kindgerecht beschrieben und doch auch so, dass ich mich sofort ab Seite drei selbst in das Buch verliebt habe und es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Somit kommen wir gleich zum Schreibstil. Heiliger Weihnachtosaurus! Sowas habe ich lange nicht erlebt. Ich fühlte mich, als säße ich beim Autor auf der Couch, mit einer dampfenden Tasse heißer Schokolade in den Händen und vor Aufregung rot glühenden Wangen. Er holt einen mit dem ersten Satz ab. Willi hat es in seinem Leben eigentlich nicht leicht und doch macht er wirklich das beste daraus. Sein Vater ist sehr eigen und beide scheinen oft einsam, jeder für sich und auch zusammen. Aber es steckt soviel Liebe in dieser Konstellation, sie bilden eine starke Einheit und als Elternteil kann man nur hoffen, dass man für sein Kind nur annähernd soviel tut, wie Willis Vater. Und als Kind, erfährt man aus diesem Buch dass Eltern nicht perfekt sein müssen, man muss es nicht einmal selbst sein und trotzdem, oder gerade deshalb, ist man es am Ende doch. Aber neben dem großen Abenteuer "Dinosaurier für William" gibt es in diesem Buch eine andere Seite. Eine tiefgehende, sogar philosophische Seite und ich habe euch direkt mein Lieblingszitat mitgebracht.

"Es ist nicht wichtig, was richtig oder falsch ist, echt oder unecht, was wahr oder unwahr. Wichtig ist allein, dass das, was immer du auch glaubst, dich zu einem glücklicheren, besseren Menschen macht."

Jetzt will ich euch sagen, wieso ich den Einwand der sensiblen Kinder bringe. Manche Stelle im Buch und ein Charakter ganz besonders, könnte auf ein Kind erschreckend wirken. Meine beiden haben natürlich verstanden, dass es eine Geschichte ist, dass alles erfunden wurde und es ja einen Bösen geben muss. Aber, gerade jüngere Kinder, können sowas nicht immer zuordnen.
Nein, es gibt kein Gemetzel und ich sagte ja schon, manche finden das übertrieben. Aber als Mutter eines Kindes, dass schon ein Trauma durch hat bin ich da vielleicht auch einfach etwas fürsorglicher und gebe euch mit, dass es ein bezaubernd magisches Buch ist mit einem speziellen Bösewicht :) Seht es mir nach.
Die Altersangabe auf dem Buch finde ich gerechtfertigt. Meine Kleine ist 6 und kam damit klar, drunter würde ich nicht empfehlen.

Eine Leseprobe habe ich ebenfalls noch für euch:




Ein wundervolles Märchenbuch zum Träumen und verlieben. Sowohl Tiefgang als auch Action und zwinkernde Augen kommen hier nicht zu kurz.


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